Unsere Geschichte

SPIKA ist seit 1964 eine bekannte Spielemarke für Familienspiele. Als Firmenkürzel steht es für Spielewerk Karl-Marx-Stadt.

Die Geschichte von SPIKA und dem Spielemännlein ist geprägt von stetigem Wandel und zwei Orten in Sachsen.

Das Spielemännlein entdeckt bereits 1931 in Dresden mit der Gründung des Verlages und Buchhandels Walter Flechsig das Licht der Welt. Flechsig Spiele tragen bereits zu dieser Zeit den Urtyp vom Spielemännlein als Erkennungsmerkmal. Es dauert nicht lange und das Männlein wandert prominent auf die Spieleschachteln und ins Logo. Auch nach dem 2. Weltkrieg wird weiter produziert bis 1953 der Verlag in den VEB Druck und Verpackung Dresden aufgeht. Um 1960 erscheinen Spiele dann ohne Firmennennung allein unter der Bezeichung Spielemännlein. Von 1961 bis 1963 ziert das Spielemännlein Spiele der Landesdruckerei Sachsen, dem Nachfolger des VEB Druck und Verpackung, der auch den Gräfe Verlag und Walter Fabian Kunstdrucke durch Verstaatlichung übernahm.

SPIKA und die Spieleproduktion in Chemnitz / Karl-Marx-Stadt hat auch eine lange Tradtion. 1879 gründet sich in der Heinrich-Lorenz-Straße 2-4 das Großhandelshaus Bruno Brückner, welches spätestens 1938 auch als Verlag mit dem Titel "Die beliebten Brücknerspiele" und den zwei Füchsen im Logo tätig wird. Am 1. Oktober 1952 erfolgt die Verstaatlichung mit der Neugründung des VEB(K) Kartonagen und Bürobedarf. 1964 beginnt dann die eigentliche Geschichte des VEB Spielewerk Karl-Marx-Stadt, das alsbald als SPIKA abgekürzt wird. 1969 wird das Werk Bestandteil des Kombinats Verpackungsmittel Ehrenfriedersdorf, tritt aber weiterhin unter SPIKA auf, so auch in den Katalogen der Leipziger Messe. Dazu gehört dann auch der Betriebsteil Dresden, d. h. die Brettspiele-Produktion der Landesdruckerei im ehemaligen Gräfe-Werk.

1976 wird SPIKA Teil des 1972 in Annaberg-Buchholz gegründeten Kombinats Plasticart. Der Ersatz des bisherigen SPIKA-Logos durch ein sehr abstraktes Plasticart Spielemännlein zieht sich über längere Zeit hin, noch in den 80er Jahren tauchen Spiele mit dem SPIKA-Logo auf, oft mit dem Plasticart-Logo an der Seite oder zumindest zusätzlich auf der Regel. Im Sommer 1990 versucht das Werk in Chemnitz, immer noch Lutherstr. 56, als SPIKA Spiele GmbH einen Neuanfang. Ein Teil der bisherigen Produkte wird, mit dem neuen Logo versehen, auch beibehalten. Bei den neuen Spielen wird versucht mit anderer Grafik und Aufmachung Anschluss an die Konkurrenz aus dem Westen zu gewinnen. 1993 endet dieser kurze Ausflug in die Marktwirtschaft. So werden SPIKA Spiele zu Sammlerstücken, die immer wieder an die eigene Kindheit erinnern.

2016 gründet sich der Verlag in Annaberg-Buchholz neu. Die Marke SPIKA und das Spielemännchen wird eingetragen. Noch im gleichen Jahr erscheint das erste Spiel „Die Ruhebank“ in limitierter Auflage. Zahlreiche Presseartikel sorgen für reichlich Aufmerksamkeit und das Spiel wird schnell zum Verkaufsschlager.

2017 folgt der zweite Titel „Im Märchenwald“ in zwei Sondereditionen mit goldfarbenen Spielemännlein. Das Firmenarchiv wird erweitert und mit Hilfe zahlreicher „Tauschpartner“ zu den Chemnitzer SPIELETAGEN und der Hilfe des Europäischen Sielesammler Gilde e.V. wächst die historische Sammlung rund um das Spielemännlein. 

Für 2018 ermöglicht die Kooperation mit dem Spielwarengroßhandel VEDES einen deutschlandweiten Vertrieb. Zusätzlich erscheinen mit "Tatü-Tata ... die Feuerwehr ist da", "Wir sammeln Pilze", "1,2,3 ... ich fange Dich", "Mein Blumenspiel" und "Schlaumeier" weitere Titel. Als besondere Edition ist Halma und Viel Glück mit im Erzgebirge angefertigten Holzfiguren nach alten Mustern in Vorbereitung.

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